Palais Porcia


Das Palais Porcia aus dem Jahr 1546 in der Herrengasse im 1. Bezirk gilt als eines der ältesten und bedeutendsten Palais der Wiener Renaissance. Besonders auffällig ist die über drei Geschosse reichende, sechsachsige Straßenfassade im Stil der Palastarchitektur der italienischen Spätrenaissance. Sie wird von einem vollplastischen, vergoldeten Doppeladler mit Krone und Wappen der österreichischen Länder gekrönt.
Der unter Kaiser Ferdinand I. als Generalschatzmeister dienende Vertraute des spanischen Gabriel Graf von Salamanca-Ortenburg gab den Auftrag zu einer ersten Version, die im Laufe der Besitzerwechsel bis ins 17. Jh. regelmäßig erweitert und umgebaut wurde. Insbesondere auch durch den Namensgeber Fürst Johann Karl Porcia, Oberhaupt eines Adelsgeschlechts aus Friaul.
Seit Mitte des 18. Jh. dient das Palais als Verwaltungs- und Gerichtsgebäude und wird aktuell vom Bundeskanzleramt genutzt. Seit rund 100 Jahren befindet sich dort auch die „Administrative Bibliothek“ des Bundes.